Nadelfilz-Vliesstoffe entstehen, indem lose Fasern zu einem filzartigen Vlies kardiert und anschließend mit Filznadeln mit Widerhaken verfilzt werden. Mit diesem Verfahren lassen sich Stoffe unterschiedlicher Dicke und Festigkeit herstellen. Das Verfilzen hinterlässt oft ein Lochmuster auf der Oberfläche, das je nach Anzahl der Nadeln im Nadelbrett, Nadelgröße, Verfilzungsdichte und Faserart variiert.
Das Vernadeln erfolgt durch den wiederholten Einsatz Tausender mit Widerhaken versehener Nadeln, die an einem Nadelbrett befestigt sind. Das Nadelbrett ist an einem Webbaum befestigt, der es fixiert und auf dem Webstuhl auf und ab bewegt. Die Widerhaken jeder Nadel greifen die Fasern beim Abwärtsschritt und ziehen sie tiefer in das Gewebe ein. Eine Zugwalze zieht das Gewebe durch den Webstuhl, während sich die Nadeln nach oben zurückziehen. Nadelgröße, -anzahl und -verteilung lassen sich an die jeweiligen Anforderungen des Gewebes anpassen. Einstichhäufigkeit und -tiefe können zur Verbesserung der Gewebefestigkeit angepasst werden; zu häufiges Vernadeln kann jedoch die Fasern beschädigen. Daher ist es wichtig, den Nadelstich entsprechend der Materialstärke und der Faserart korrekt einzustellen.
Nadelfilz-Vliesstoff zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Dehnbarkeit aus. Er ist das ideale Material für Taschenfederkernbezüge und Sofaunterseiten.
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